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Kromfohrländer

Die uns am häufigsten gestellten Fragen
über Kromfohrländer.

( auf "neudeutsch" auch: FAQ )


Vorweg ein paar Bemerkungen.


Ich bin mir bewußt, daß die folgenden Zeilen eine gewisse Brisanz erzeugen. Viele Menschen haben leider schlechte Erfahrungen mit Hunden gemacht. Trotzdem wollen Sie sich über die Kromfohrländer informieren, tragen sich mit dem Gedanken, vielleicht selbst einmal einen zu kaufen. Als Neuling in Sachen Hund bzw. Welpen hat man viele Fragen, Zweifel und Wünsche. Ich möchte versuchen, einige dieser Punkte zu klären! Natürlich kann ich in erster Linie nur unsere Hündin Akira als Maßstab nehmen, und in zweiter Linie die vielen Gespräche, die wir mit Züchtern und anderen Hundebesitzern geführt haben. Es gibt sicherlich auch einige Gegenbeispiele zu meinem Wissen und meinen persönlichen Erfahrungen. Bedenken Sie auch immer, jeder Hund ist einmalig, viele seiner Verhaltensmuster sind anerzogen, oder haben sich für das Tier als positiv erwiesen.
Der eine Hundebesitzer möchte einen richtig guten Wachhund, der immer anschlagen soll, wenn Menschen das Revier betreten. Der andere wohnt in einem Mehrfamilienhaus im Erdgeschoß, da soll der Hund gar nicht bellen, wenn z.B. der Hausflur benutzt wird. Glauben Sie mir, beides ist möglich. Die frühe Erziehung schon des Welpen legt Grundregeln fest, an die sich der Kromfohrländer sein Leben lang erinnert. "Er will lernen!", hat mir mal eine Züchterin gesagt. Zeigen wir dem jungen Hund konsequent, was er darf, loben wir ihm oft und überschwenglich, wenn er wieder etwas erlernt hat, so bekommen wir einen Kameraden, der uns sein Leben lang ein treuer Begleiter ist, und der allen seinen Menschen viel Freude macht.

Ein Kromi-Welpe will immer spielen...

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines
Kromfohrländer und Kinder
Der Jagdtrieb
Die Fellpflege
Das Futter
Das Bellen
Der Auslauf
Woran erkennt man einen guten Züchter?
Welche zuchtrelevanten Krankheiten gibt es?



Allgemeines

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Kann man Welpen von unserer Hündin Akira bekommen?

Da die Wohnungsverhältnisse für eine Zuchtstätte bei uns nicht optimal sind, haben wir nach langem Nachdenken und mit schwerem Herzen beschlossen, keinen Wurf mit Akira zu versuchen. Sicherlich ist sie eine prächtige Hündin, ganz nach dem Rasse-Standard, doch leider wird es keine Nachkommen von ihr geben. Aber eine Schwester (Aika) sorgt dafür, daß die guten Eigenschaften weitervererbt werden.

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Wo bekommt man Adressen von deutschen Kromfohrländer-Züchtern?

Besuchen Sie die Seiten des Rassezuchtvereins der Kromfohrländer e.V. (www.kromfohrlaender.de), und hangeln Sie sich durch bis zum aktuellen Züchternachweis. Dort erhalten Sie Adressen von aktiven Züchtern, die momentan Welpen erwarten. Die Liste gilt für ganz Deutschland! Vielleicht ist ja eine Adresse dabei, die Ihnen zusagt, weil sie ganz in Ihrer Nähe ist. Diese Züchter-Liste wird regelmäßig aktualisiert (manchmal innerhalb von einigen Wochen), also fordern Sie sie ruhig öfter mal an!

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Gibt es auch in Österreich Züchter von Kromfohrländern?

So weit ich informiert bin, gibt es in Österreich keinen einzigen Züchter für Kromis. Aber in der Schweiz, in Finnland und ganz besonders in Deutschland gibt es einige aktive Zwinger, fast alle sind in ihrem Land einem Hundezuchtverein angeschlossen.

Nehme ich besser einen Rüden oder eine Hündin?

Was erwarten Sie vom dem Kauf eines Hundes? Möchten Sie züchten, selber mal Welpen aufwachsen sehen? Logisch, dann muß es eine Hündin sein. Sie sind etwas leichter zu erziehen, kleiner und leichter sind sie auch. Bei Anfängern wird gerne ein Weibchen empfohlen. Unsere Erfahrungen bestätigen dies.
Wollen Sie einfach einen Kameraden für die nächsten 10 Jahre haben, spielt das Geschlecht des Tieres erstmal keine Rolle. Aber lesen Sie die nächste Frage recht aufmerksam!

Was muß ich speziell beim Rüden erwarten, was bei einer Hündin?

Der Rüde darf schwerer und größer als eine Hündin sein. Er ist etwas eigensinniger als ein Weibchen, sagt man.Für den normalen Alltag ist unserer Meinung nach das Paarungsverhalten einer der wichtigsten Unterschiede. Warum?

Ein Rüde ist das ganze Jahr bereit, sich mit einer läufigen Hündin zu paaren. Also markiert ausgiebig sein Revier, zeigt den anderen Hunden, wer hier Ansprüche auf das Gelände stellt. Jede heiße Hündin wird entdeckt. Der Drang zu ihr ist unwiederstehlich. Dafür springt er über Zäune, läuft über jede Straße, wenn es sein muß Kilometer nach Kilometer. Er riecht die Hündin schon auf große Entfernungen, von gleich auf jetzt ist er weg. Haben Sie ihn nicht an der Leine, kann es einige Folgen für Herrchen und Hund haben. Schon öfter hörte ich von Rüden, die arg von den Hündinnenbesitzern zugerichtet wurden. Auch die Kosten einer medizinischen Behandlung der Hündin, die Spritzen nach der ungewollten Paarung, sollen recht hoch sein. Der Verursacher muß zahlen!
Einen Vorteil hat der Rüde: er kann niemals läufig werden! Sie haben nie Probleme, die eventuell mit einem Wurf einhergehen.
Noch ein Hinweis: die Rüden leiden unterschiedlich stark, wenn sie nicht zu der heißen Hündin gelangen. Auf unserer Straße gibt es einen, der minutenlang hinter uns her jault, wenn Akira und ich den täglichen Morgenspaziergang machen. Mir wurde erzählt, die Besitzer solcher Tiere sind genauso froh wie wir, wenn die Hitze endlich wieder vorbei ist.

Eine Hündin ist alle 6 bis 8 Monate läufig, also paarungsbereit. Wollen Sie danach keine Welpen betreuen, beginnen jedesmal anstrengende 4 Wochen. Schon lange bevor die Hitze losgeht, werden die Rüden des ganzen Stadtviertels auf Ihre Hündin aufmerksam. Aber noch wird jeder Annäherungsversuch energisch abgelehnt. In der kritischen Phase jedoch ist die Hündin bereit, sie sucht sogar den Kontakt zu den Rüden. Wohl dem, der jetzt einen eigenen Garten hat, der hoch(!) eingezäunt ist. Dann stehen zwar manchmal die Rüden vor dem Zaun und jaulen, aber mehr passiert nicht. Wir können jeden Tag dreimal unsere Runden drehen, immer auf Ausschau nach Hunden. "Ist das ein Rüde, machen Sie ihn fest, unsere Hündin ist heiß ", wie oft haben wir das schon gerufen. Zum Glück sind fast alle Rüdenbesitzer einsichtigt. Wir hatten noch nie richtig Ärger. Nur zweimal brachten wir einen aufdringlichen Rüden zu seiner Wohnung. Er war uns den ganzen Weg lang gefolgt, konnte aber auf Distanz gehalten werden. Ich kenne einige Hündinnenbesitzer, die sich mit Allerlei technischen Dingen ausstatten, um Rüden abwehren zu können. Besonders die freilaufenden Tiere sind für uns Hündinnenbesitzer ein Problem. Es gibt dann keinen Menschen weit und breit, der ein solches Tier festmachen kann! Hier ist Ideenreichtum angesagt. Sie wären nicht der Erste, der mit seinem Weibchen auf dem Arm nach Hause hetzt, einen völlig aufgeregten Rüden hinter sich!
Das klingt jetzt sehr dramatisch, ist aber die Sammlung unserer Erfahrungen von drei Jahren. Mit ein bisschen Glück bleiben Sie für längere Zeit von solchen Erlebnissen verschont! Insbesondere dann, wenn Sie in einer Gegend wohnen, in der nicht so viele Hunde gehalten werden.

Kann man seinen Hund mal ein paar Stunden alleine in der Wohnung lassen?

Ja, dies ist kein Problem, denn Tausende von Doppelverdienern mit Hunden beweisen, das selbst 8 Stunden und länger möglich sind. Gewöhnen Sie ihren Hund langsam daran, dann kann er schon mal 4 oder 5 Stunden alleine sein, ohne gleich Schaden anzurichten. Meistens hilft ein Kauknochen, um die Langeweile zu vertreiben, manchmal leider nicht.

Sind Kromis Wasserratten?

Meiner Meinung nach nicht, denn wir kennen viele Hunde, die nur ungern ins Wasser laufen. Wird ein Stöckchen geworfen, ist die Bereitschaft schon deutlich größer. Mit unserer Akira haben wir drei Urlaube an der Ostsee geübt, bis sie auf Zuruf ins Wasser folgt. Hat sie uns erreicht, dreht sie sofort um und schwimnmt ans Ufer zurück. Dort wartet sie geduldig, bis auch wir wieder aus dem Wasser kommen. Allerdings erleben wir bei den monatlichen Rheinwanderungen immer wieder, daß der ein oder andere Hund sofort ins Wasser sprintet, sobald wir den Rhein erreicht haben.
Also steht es unentschieden, mal sind Kromfohrländer keine Wasserratten, mal eben doch.

Darf der Kromfohrländer im Zwinger gehalten werden?

Ganz klar und deutlich: NEIN! Unsere Hunde sind Familientiere, der Anschluß an den Menschen ist unbedingt erforderlich! Nur so kann ein Tier der verläßliche Partner des Menschen werden. In einem Zwinger hat ein Kromi absolut gar nichts verloren!

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Annette und Kromi-Welpen

Kromfohrländer und Kinder

Wie verhält sich ein Kromi zu Kleinkindern?

Obwohl wir die Situation nie erlebt haben, mache ich den Versuch einer Antwort. In letzter Zeit steht leider öfter mal in der Vereinszeitschrift ein Beitrag, in dem ein Hund wegen Problemen mit kleinen Kindern abgegeben werden muß. Da diese Entscheidung bestimmt nicht leicht fällt, deute ich dies als Zeichen dafür, daß das Zusammenleben von Kromfohr- länder und kleinen Kindern nicht unproblematisch ist.
Meiner Meinung nach darf ein Dreijähriger sowieso nicht allein mit einem Hund gelassen werden! Dies gilt mit Sicherheit für alle Rassen, das Risiko wäre mir persönlich zu groß. Weder der Hund noch das Kleinkind können begreifen, was der andere vom ihm will. Fordert z.B. der Hund durch anstupsen mit der Nase zum Spielen auf, und fällt das Kind davon um, oder wird es aus dem Schlaf gerissen, sind beide erschreckt und durcheinander. Die Reaktion auf das weinende Kind kann, je nach Wesen des Hundes, auch mal agressiv ausfallen. Auch ist es vorstellbar, daß ein Welpe das Baby als Konkurrenten ansieht, sei es um die Zuneigung der Erwachsenen, oder beim vollen Futternapf, der verteigt werden muß.Verstehen sie mich richtig, ich will keine unnötigen Ängste erzeugen, die Möglichkeit eines Unfalls zwischen Hund und Kleinkind darf aber nicht verschwiegen werden!
Unter (erwachsener) Aufsicht ist sicherlich kein Thema, die kleinen Wesen unbeschwert zusammen spielen zu lassen. So gewöhnen sich auch die ganz jungen Kinder an den Welpen und umgekehrt.

Kommen die Hunde mit älteren Kindern gut zurecht?

Als wir Akira in Saarbrücken abholten, war unsere Tochter 7 Jahre alt. Sie kam gerade in die Schule. In diesem Alter kann ein Kind schon gut mit einem Welpen auskommen. Es versteht, daß ein kleiner Hund auch mal Ruhe braucht. Er spielt nur dann mit, wann er will. Rücksichtnahme gegenüber anderen Lebewesen wird spielerisch von Mensch und Tier gleichermaßen erlernt. Das Körbchen ist noch heute der Platz, wohin Akira sich zurückziehen kann, falls sie mal nicht gestört werden will. Von Anfang an haben wir der kleinen Hündin beigebracht, daß jede Person der Familie höher in der Rudelrangfolge steht als sie. Auch die Erziehung übernahmen alle, Akira hatte damit keinerlei Probleme. Seit Akira ausgewachsen ist, geht unsere Tochter jeden Tag mit ihr die Mittagsrunde um die große Wiese. Das klappt seit Jahren bestens.

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Der Jagdtrieb

Wie steht es um den Jagdtrieb?

Die Kromfohrländer haben keinen Jagdtrieb! Und daß, obwohl der Urvater und auch die Urmutter (Griffon und Foxterrier) beide gerne jagen. Der Kromi hat absolut gar nichts davon geerbt.

Stimmt es wirklich, daß der Kromfohrländer nicht hinter Kaninchen herläuft?

Glauben Sie mir, unserer Akira laufen die Mümmelmänner ein paar Meter vor der Nase her, sie registriert dies zwar, aber mehr passiert nicht! Noch nie ist sie in der Dunkelheit ,oder tagsüber, hinterher gerannt. Einen verschwundenen Hund haben wir noch nie suchen müssen.

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Die Fellpflege

Wird der Kromfohrländer getrimmt?

Nein, das Fell von Akira hat noch niemals eine Schere oder ähnliches gesehen oder gar gespürt. Es reicht aus, wenn mit der Gummibürste das alte Fell ausgebürstet wird. Den Weg zum Hundefriseur brauchen Sie bestimmt nicht zu suchen!

Wie sieht es generell mit der Fellpflege aus?

Der Hund wird bei uns regelmäßig gebürstet. Sein schmutzabweisendes Fell ist wirklich eine tolle Sache. Selbst nasser Dreck fällt von alleine ab, sobald der Kromi trocken ist. Waren wir mal im Regen spazieren, wurde Akira danach nur abgetrocknet, sonst nichts. Auch die Dusche bleibt fast unbenutzt, nur wenn sich unser Kromi in Kuhfladen, oder ähnlich stinkenden Dingen gewälzt hat, wird Akira mit einem milden Shampo eingeschäumt und danach abgeduscht. Bis jetzt kam dies dreimal in vier Jahren vor.
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Ein Kromi-Welpe will immer spielen...

Welches Futter gibt man?

Schon wieder eine schwierige Frage. Da geht es selbst in der Literatur weit auseinander. Der eine verlangt frisch zubereitetes Fressen, der andere empfiehlt die Dose mit Nassfutter. Sie geht schnell und einfach, alle wichtigen Sachen sind ausgewogen enthalten. Die Fraktion der Trockenfutter Hersteller hat ebenfalls gute Argumente. Eine Patentlösung gibt es nicht. Unter den Kromfohrländern gibt es mäkelige Fresser. Darauf sollten Sie ggf. Rücksicht nehmen, aber nicht bei "Leberwurst vom Feinsten" landen! Wir nehmen seit Jahren Trockenfutter, das durch kleine Zugaben aufgewertet wird. Unsere Erfahrungen damit sind durchweg positiv. Auch im Urlaub bekommt Akira täglich ihr gewohntes Futter. Vorsichtshalber nehmen wir immer eine ordentliche Portion davon mit. Die reicht für drei Wochen immer aus.

Was soll ich meinem Welpen bzw. ausgewachsenen Hund als Futter geben?

Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen Welpenfutter und normalem Futter. Für den Welpen gibt es ein Spezialfutter, damit hat der Züchter oft angefangen. Da eine Umstellung gerade am Anfang nicht ganz einfach ist, bleibt man an Besten dabei.
Unsere ausgewachsene Hündin bekommt Fertigfutter aus dem 10 kg Sack, mit heißem Wasser und etwas Quark oder Joghurt vermischt. Seit Jahrren futtert sie dies mit gutem Appetit. Auch die kleinen Leckerchen sollten als Futter betrachtet werden, sonst wird der Hund schnell zu dick. Er leidet daran genauso wie wir Menschen auch.

Wieviel friß so ein mittelgroßes Tier?

Das kann ich nur für unsere Hündin exakt sagen. Sie wiegt etwa 12 kg und ist 39 cm hoch. Andere Tiere weichen sicherlich nach oben oder auch nach unten ab. Der Verbrauch von Kalorien richtet sich schon nach der Bewegung bzw. dem Temperament. Akira bekommt täglich zweimal Futter, nach dem Mittagessen und Abends vor der letzten Runde, so gegen 22:00 - 23:00 Uhr. Jedesmal eine Kaffeetasse voll Trockenfutter, siehe oben. Auch mal zwischendurch eine Möhre zum knabbern.

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Bellen

Bellen die Hunde oft und lange?

Bellen ist eine Frage der Erziehung! Dulden oder fördern Sie es, bekommen Sie schnell einen üblen Kläffer, der die Nachbarschaft ärgert. Achten Sie von Anfang an darauf, daß der Hund nicht auf jedes Klingeln heftig reagiert. So lernt der Kromi schnell, das Bellen nicht erwünscht ist, und verhält sich entsprechend. Oft reicht ein strengen "Nein" oder "Aus", um wieder Ruhe im Haus herzustellen.

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Auslauf

Brauchen Kromfohrländer sehr viel Auslauf?

Täglich zwei Stunden sollten es schon sein, daß ist für Mensch und Tier recht gesund. Verteilen Sie die Spaziergänge nach Ihrem Tagsrythmus, der Hund passt sich schnell daran an. Wir bevorzugen den langen Abendspaziergang, da treffen wir oft die besten Spielkameraden von Akira.

Kann man sie am Fahrrad mitlaufen lassen?

Die wichtigste Voraussetzung ist, daß der Hund erzogen ist. Er muß wissen, was "bei Fuß, Stop, Los" usw. bedeutet. Nur dann sind Sie in der Lage, unvorhergesehene Ereignisse zu meistern. Sobald die Gelenke genug belastbar sind, spätestens nach einem Jahr, kann langsam mit dem Radfahren begonnen werden. Steigern sie die Entfernung nicht zu schnell, und üben Sie das Laufen neben dem Rad erst mal an einer Stelle, wo es nicht viel Ablenkung usw. gibt. Wir lassen Akira immer rechts von uns, also zwischen Rad und Bürgersteig, laufen. So kommt sie nicht in die Nähe der vorbeirauschenden Autos. Sie trabt frei, ohne Leine, neben uns her. Wenn irgend möglich, fahren wir auf einem Radweg. Oder durch einen Park, ganz in der Nähe. Selbst bei Radtouren von mehr als 10 km ist Akira munter dabei. Sogar das doppelte soll möglich sein, wir haben es noch nie selber ausprobiert.

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(Aus: "unser Rassehund 11/2000" )

Züchter

Woran erkennt man einen guten (Kromfohrländer-)Züchter?

Die 10 Gebote:

1. Er fragt dem Interessenten Löcher in den Bauch und lässt sich ebenso eindringlich befragen.
2. Er hat keine Schwierigkeiten, die Mutterhündin in gutem Zustand zu zeigen.
3. Er züchtet mit nicht mehr als maximal zwei Rassen.
4. Seine Hunde leben mit ihm in der Familie, nicht außerhalb in einem Zwinger.
5. Alle seine Hunde machen einen fröhlichen, keinenfalls scheuen oder aggressieven Eindruck.
6. Die Welpen haben genügend Platz zum spielen, auch Spielzeug sollte da sein, verschiedene Dinge, die die Kleinen erklettern und erschnuppern können, verschiedene Umweltreize.
7. Der Welpenplatz ist sauber, ein beheizbarer Schutz ist vorhanden.
8. Der Züchter berät nicht nur bis zum Tag der Abgabe, sondern hat darüber hinaus immer ein offenes Ohr und Interesse an "seinen Welpen".
9. Er vereinbart eine Rücknahme des Welpen, falls eine Haltung in dringenden Fällen nicht mehr möglich ist, damit der Hund nicht in ein Tierheim oder in falsche Hände kommt.
10. Er arrangiert sporadische Welpentreffen, denn sein Interesse währt ein Hundeleben lang.

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Zuchtrelevante Krankheiten

Eines vorweg: ich bin weder Arzt noch Tierarzt, kann also nur allgemeine Informationen und meine eigenen Erfahrungen zusammentragen und dies alles subjektiv bewerten.

In vielen Büchern können Sie lesen: die Rasse der Kromfohrländer ist eine sehr gesunde Hunderasse. Dies entspricht inzwischen leider nicht mehr ganz so der Wahrheit, wie noch vor ein paar Jahren. Wie bei allen anderen Hunderassen, treten auch bei den Kromfohrländern vereinzelt Erbkrankheiten auf.
Als wir im Oktober 1996 unsere Akira kauften, hieß es immer wieder, daß Kromis gesundheitlich nicht besser oder schlechter dastehen als viele andere Rassehunde. Das gilt auch heute noch! Der Verein konnte damals sogar die HD-Untersuchung als Pflicht abschaffen. Rassespezifische Krankheiten (wie z.B. die Dackellähme eben bei Dackeln) gibt es bei den Kromfohrländern zum Glück nicht. Nur einige Fälle von Epilepsie machten in der Vergangenheit Sorgen.
Aber leider ist in letzter Zeit der allgemeine Gesundheitszustand der Rasse schlechter geworden.
Belegt wird dies nach m. M. durch einige Veröffentlichungen von 1999 und 2000 in der Vereinszeit- schrift, und auch durch Anträge bei der Mitgliederversammlung (MV) des Jahres 2001.
Konkret handelt es sich hierbei um die folgenden, zuchtrelevanten Krankheiten:
  • Die erbliche (idiopatische) Epilepsie
  • Den erblichen grauen Star (Hereditäre Katarakt)
  • Eine erbliche Ballenkrankheit (Digitale Hyperkeratose)
  • Eine Autoimmunerkrankung
Die idiopatische Epilepsie wird seit Jahren energisch bekämpft, doch zeigten die genannten Zahlen auf der MV Anfang des Jahres 2001, dass es momentan mehr als 8 Prozent Epileptiker gibt.
Der Wert 8 Prozent bezieht sich auf alle jemals geborenen Kromfohrländer (also ca. 2.200 hier bei uns in Deutschland), nicht auf die derzeit lebenden oder erst geborenen. Ein sogenannter "Epilepsie- Koeffizient" ist schon lange eingeführt, um einen besseren Überblick zu bekommen und den Züchtern konkrete Grenzwerte zu setzen. Leider ist es kaum möglich, die erworbene (symptomatische) Epilepsie von der erblichen zu unterscheiden.

Der erbliche graue Star ist in Finnland seit einiger Zeit ein Problem, nun sollen auch bei uns in Deutschland die Züchter freiwillig eine Augenuntersuchung ihrer Hunde durchführen lassen. Anhand der so gewonnenen Daten soll dann festgelegt werden, wie der Verein weiter vorgeht.

Die Ballenerkrankung wird momentan durch eine dem Verein angehörende Tierärztin wissenschaftlich untersucht. Man führt, genauso wie schon bei der Epilepsie, einen "Ballen-Koeffizienten" ein, um das Problem besser in den Griff zu bekommen. Die Krankheit ist zwar behandelbar, aber Ziel muß es sein, nur gesunde Kromfohrländer zu züchten.

Einige wenige Tiere mit einer Autoimmunerkrankung wurden bei der letzten Fragebogenaktion (Anfang 2000) ermittelt. Genaue Zahlen kenne ich nicht, jedoch wurden vom Verein die betroffenen Kromis sofort für die Zucht gesperrt.


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Volker Rittmann, 1. Version: Juli 2000

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